Häusliche Gewalt ist kein privates Problem!

Oberwart, 11. 2. 2016 –

SPÖ

v.l.n.r.: Mag.a Sandra Gerdenitsch, LAbg. Doris Prohaska, LRin Verena Dunst, Mag.a Karin Gölly, LRin Mag.a Astrid Eisenkopf, LAbg. Klaudia Friedl

SPÖ-Frauen besuchen das Gewaltschutzzentrum Burgenland

Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst und die SPÖ-Frauen Burgenland besuchen das Gewaltschutzzentrum Burgenland.

SPÖ Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst besuchte im Februar 2016 gemeinsam mit LRin Mag.a Astrid Eisenkopf, Bezirksfrauenvorsitzende im Bezirk Eisenstadt, LAbg. Doris Prohaska, Bezirksfrauenvorsitzende im Bezirk Oberwart, LAbg. Klaudia Friedl, Bezirksfrauenvorsitzende im Bezirk Oberpullendorf und der SPÖ-Landesfrauengeschäftsführerin Mag.a Sandra Gerdenitsch das Gewaltschutzzentrum Burgenland in Oberwart, um sich bei der seit Anfang des Jahres neu bestellten Geschäftsführerin Mag.a Karin Gölly über die Beratung und Begleitung von Opfern familiärer Gewalt und/oder von beharrlicher Verfolgung zu informieren.

„Das Gewaltschutzzentrum Burgenland wurde 1999 unter dem Namen „Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie“ eröffnet. Seit 2006 hat sich das Aufgabengebiet der Interventionsstellen österreichweit erweitert. Mittlerweile gibt es auch den Auftrag, Stalking-Opfer zu betreuen.
Im Mai 2008 wurde die Einrichtung in Oberwart in „Gewaltschutzzentrum“ unbenannt. Der neue Name soll dieser Erweiterung gerecht werden und er soll auch selbsterklärend und einprägsam sein: Es geht um Gewalt und es geht vor allem um Schutz vor Gewalt. Unser Ziel ist es, Opfer von familiärer Gewalt und Opfer von beharrlicher Verfolgung zu unterstützen und ihre Sicherheit zu erhöhen. Mittlerweile werden hier jährlich mehr als 500 Opfer von Gewalt beraten und begleitet, 95 % davon sind weiblich“, so Geschäftsführerin Mag.a Karin Gölly, die Anfang des Jahres die Nachfolge der langjährigen Leiterin Annemarie Reiss angetreten hat. Viele der Frauen würden sehr lange zögern, Hilfe zu suchen und anzunehmen, die Dunkelziffer von Gewalt betroffener Frauen ist weitaus höher, weiß Gölly weiter zu berichten.

Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst appelliert einmal mehr an die Betroffenen, Hilfe zu suchen und anzunehmen, denn häusliche Gewalt ist kein privates Problem: „Das Netzwerk an Gewaltschutzeinrichtungen im Burgenland ist eng geknüpft. Wenn Frauen misshandelt werden und sich bedroht fühlen, sollten sie sich an eine der Gewaltschutzeinrichtungen wenden. Informationen zum Gewaltschutzzentrum Burgenland finden sich unter www.gewaltschutzzentrum.at oder telefonisch unter 03352/31420.“ Weitere Anlaufstellen sind das Frauenhaus Burgenland, die sieben Frauenberatungsstellen, die Polizei, die Familienberatungsstellen, das Referat für Frauenangelegenheiten am Amt der Burgenländischen Landesregierung sowie Serviceeinrichtungen wie MonA-Net, die bundesweite kostenlose 24-Stunden-Frauenhelpline 0800/222 555 oder die HelpFemApp des Frauenministeriums.

2015 wurden im Gewaltschutzzentrum Burgenland 556 Personen (weiblich und männlich) betreut, 171 polizeiliche Betretungsverbote ausgesprochen, knapp 800 persönliche und über 1500 telefonische Beratungsgespräche geführt.

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