Pannonische Schmankerlwirte und Fastenzeit

Eisenstadt, 9. 2. 2016 –

SPÖ

LR Verena Dunst, SPÖ

Widerspruch oder Ergänzung?

Am 10. Februar 2016, dem diesjährigen Aschermittwoch, beginnt sie wieder – die Fastenzeit. Soll es wieder ein Heringsschmaus sein, oder darf diesmal vielleicht ein appetitlich zubereiteter Fisch aus heimischen Gewässern, wie beispielsweise ein Zander aus dem Neusiedler See, auf den Teller kommen?

Die Fastenzeit, genauer gesagt der 40-tägige Zeitraum von Aschermittwoch bis Ostersonntag, ist ein alter, überwiegend religiös begründeter Brauch. Für viele Fischliebhaber eröffnet ein köstlicher Heringsschmaus den ersten Tag der Fastens. Der Grund, warum gerade der Hering zu so hohen Ehren kam, liegt darin, dass es sich früher um ein Arme-Leute-Essen handelte, und so gerade recht geeignet war für die Zeit der Entbehrung. Schaut man sich heute all die Köstlichkeiten, mit denen uns die 21 „Pannonischen Schmankerlwirte“ rund um den Aschermittwoch verwöhnen, an, kann man nur schwer ans Verzichten denken. Von der Region Neusiedler See über die Rosalia bis ins Südburgenland werden Gäste mit regionalen Spezialitäten aus Küche und Keller verwöhnt.
Aber müssen es denn immer Hering, Makrele oder Dorsch aus den Ozeanen sein? Die Auswahl an Fischen aus hiesiger Zucht, die auch gerne direkt ab Hof gekauft werden können, erstreckt sich von Zandern, Aalen und Welsen, bis hin zu Karpfen, Hechten und Saiblingen, und stellen eine köstliche Alternative dar.

„Fische aus heimischen Gewässern sind eine besondere Delikatesse und außerdem viel frischer, als Meeresfisch es je sein kann. Der moderne Mensch, der bewusst auf seine Ernährung achtet, schätzt den regionalen Bezug und damit verbunden das Angebot an typisch burgenländisch-pannonischen Schmankerln“, weiß Agrarlandesrätin Verena Dunst.

Ein abwechslungsreich und schmackhaft zubereiteter Fisch, sollte zumindest zweimal pro Woche auf den Tisch kommen und ist darüber hinaus auch noch äußerst gesund. Fisch ist nämlich reich an hochwertigem Eiweiß, an den Vitaminen A, D und der B-Gruppe, an Phosphor, Kalium und Eisen. Der meist niedrige Fettgehalt macht Fisch zur beliebten Schonkost. Aber nicht nur in der Fastenzeit sind kulinarische Fischköstlichkeiten angesagt: Zander, Aale, Karpfen und Co. stehen bei den „Pannonischen Schmankerlwirten“ das ganze Jahr über auf dem Speiseplan. Durch eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen landwirtschaftlichen Produzenten und Direktvermarktern sollen sowohl Lieferketten als auch die Verwendung von regionalen Produkten gefestigt und dem gestiegenen Qualitäts- und Gesundheitsbewusstsein der Gäste Rechnung getragen werden.

„Es ist mir ein großes Anliegen die burgenländischen Fischproduzenten und Teichbewirtschafter aktiv durch Förderungen aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds, bei Investitionen in Vermarktungs- und Fischverarbeitungsräumlichkeiten, Zuchtbecken, Kühlzellen und vielem mehr, zu unterstützen“, betont Agrarlandesrätin Verena Dunst.

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