Frauenhaus Burgenland

Eisenstadt, 8. 2. 2016 –

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Am 14. Februar wird mittlerweile auch hierzulande mit Geschenken und süßen Naschereien der Liebe und Mitmenschlichkeit gedacht. Besonders junge Paare und Verliebte feiern den Valentinstag, indem sie einander ihre Liebe bekunden und sich für die gemeinsame Zeit bedanken. Die Schaufenster quellen über vor rosaroten Herzen und niedlichen Stofftieren, die ihre Herzen in Händen tragen – die Idylle scheint perfekt.

Doch welch rosigen und fröhlichen Eindruck Stoffbären und Liebesherzen wie diese auch erwecken mögen, die Realität sieht leider anders aus. Betrachtet man die Statistik des Frauenhauses Burgenland wird schnell klar, dass das eigene Heim nach wie vor der gefährlichste Ort für Frauen und ihre Kinder ist.

So fanden im Jahr 2015 insgesamt 34 Frauen mit ihren 24 Kindern Schutz und Sicherheit vor ihrem gewalttätigen Ehemann oder Lebenspartner im Frauenhaus. Das sind insgesamt 2877 Betreuungstage in einem Jahr. In gemeinsamen Beratungseinheiten, welche sich nicht nur der finanziellen und sozialen Situation, sondern auch der psychischen Verfassung der Frau annehmen, konnte mit 23 der insgesamt 34 Frauen der Weg in ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben erarbeitet werden. 7 unserer Klientinnen waren noch nicht so weit und entschieden sich dafür, zum Täter zurück zu gehen. Weiter fanden 22 externe Beratungen und 121 telefonische Beratungen statt, um betroffene Frauen über ihre Rechte und Möglichkeiten der häuslichen Gewalt zu entfliehen, aufzuklären.

Zahlen wie diese machen deutlich, dass das Problem der häuslichen Gewalt längst nicht als gelöst zu betrachten ist: „Frauen werden nach wie vor von ihren Partnern und anderen Familienmitgliedern geschlagen, entwertet und gedemütigt. Und solange dies so bleibt, werden wir nicht müde, immer wieder auf diesen Zustand aufmerksam zu machen und uns für die Rechte von Frauen einzusetzen. Wir laden daher ein, den Valentinstag gemeinsam mit dem Frauenhaus Burgenland im Zeichen der gewaltfreien Liebe zu begehen und zu feiern!“ so die LAbg a.D. und langejährige Geschäftsführerin des Vereins „Die Treppe“ Gabriele Arenberger.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen zum Valentinstag Glück und Liebe statt Furcht und Hiebe!

 

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