Burgenland ist Gründerland Nummer 1

Eisenstadt, 27. 1. 2016 –

WKO

1.107 Neugründer, ohne selbständige Personenbetreuer, haben im Vorjahr den Sprung in die Selbständigkeit gewagt, damit war 2015 ein großes Plus gegenüber dem Jahr 2014 (997 Neugründungen) zu verzeichnen.

(Eisenstadt/27. Jänner 2016). Mit 1.941 Neugründungen (Vorjahr 1.774) und einer Gründungsintensität von 11,21 Prozent (Gründungen in Prozent der aktiven Wirtschaftskammermitglieder) ist das Burgenland weiterhin Österreichs Gründerland Nummer 1. Von den 1.941 Neugründungen waren 834 Pflegehelfer. „Die jungen Unternehmen setzen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen bedeutenden Impuls für unser Bundesland“,  freut sich Wirtschaftskammerpräsident Ing. Peter Nemeth.

Mit einem Durchschnittsalter von 38,3 Jahren entscheiden sich die Burgenländerinnen und Burgenländer relativ spät für einen Gang in die Selbständigkeit. Der Frauenanteil bei den Gründern liegt im Burgenland bei 44,3 Prozent. Zu den Boom-Branchen zählten im Burgenland auch 2015 die persönlichen (77 Gründer) und gewerblichen (60) Dienstleister, der Direktvertrieb (72), Unternehmensberater und Buchhalter (68) sowie die Gastronomen (49). 46 Prozent der Gründungen entfallen auf die Sparte Gewerbe und Handwerk gefolgt von der Sparte Handel mit 26 Prozent und der Sparte Information und Consulting 14 Prozent.

„Die Zahlen geben für die gesamte Region Anlass zu Optimismus“, so Präsident Nemeth. „Mit einem umfangreichen Service- und Beratungsangebot in allen Bezirken unterstützen wir als Wirtschaftskammer schon auf dem Weg in die Selbständigkeit, bei der Gründung und in der Folge im unternehmerischen Alltag.“

 

JW fordert Beteiligungsfreibetrag

„Harte Arbeit und das ständige Bohren dicker Bretter zahlt sich aus“, zeigt sich auch der Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft, Dietmar Csitkovics angesichts der aktuellen Gründerzahlen erfreut. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren unsere Forderungen nach einem GmbH-Gesetz und nach einem Crowdfunding-Gesetz zur Gänze umsetzen können. Beides sind Grundsteine für die steigende Gründerfreudigkeit.“

Dennoch müsse weiter an verbesserten Bedingungen, vor allem was die Finanzierung betrifft, gearbeitet werden. „Wir fordern die rasche Umsetzung unserer langjährigen Forderung nach einem Beteiligungsfreibetrag. Dieser Freibetrag, der innovativen, jungen Unternehmen beim schnellen und erfolgreichen Durchstarten helfen soll, ist ein Freibetrag für Beteiligungen privater Investoren, die in kleine Unternehmen investieren.“

 

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