Den Weltrekord nach Österreich holen

Wien, 20. 1. 2016 –

Weltrekord

Nach einem dreiwöchigen Trainingslager in Stellenbosch/Südafrika neigt sich die Vorbereitung von Michael Strasser’s Weltrekordprojekt dem Ende zu. Die Anspannung auf das Abenteuer „Cairo2Cape“ ist riesengroß.

NIEDERÖSTERREICH/AFRIKA. „Es ist fünf vor 12“, beschreibt Extremsportler Michael Strasser seine Situation. Denn in weniger als 15 Tagen startet sein Projekt „Cairo2Cape“. Der 32-Jährige möchte auf dieser Strecke der Schnellste der Welt werden: „Ich will die Route in Weltrekordzeit bezwingen und somit den Weltrekord nach Österreich holen.“ Knapp 37 Tage und ein paar Stunden darf er dafür brauchen, der neue, noch nicht offiziell bestätigte Rekord vom Team Carocap, der von fünf Profi-Radfahrern aufgestellt wurde, beträgt etwa 37,5 Tage. Er geht sogar noch einen Schritt weiter, der Niederösterreicher fährt um 350 Kilometer länger, als beim derzeitigen Weltrekord geradelt wurde. Der Startpunkt befindet sich nördlich von Kairo an der Mittelmeerküste und das Ziel noch südlicher als Kapstadt- am Kap der guten Hoffnung.
Schwimmen mit Krokodilen & Co.
Als Triathlonsportler versucht er sogar, anstatt wie die anderen Weltrekordhalter auf die Fähre umzusteigen, durch den Assuan-Staudamm zu schwimmen. Krokodile und Nilpferde im Wasser machen die Sache nicht einfacher. Mit diesen Strapazen, am Rad und im Wasser wäre er tatsächlich der erste Mensch mit der schnellsten Kontinental-Durchquerung durch eigene Muskelkraft.
Zieleinfahrt bereits bei Trainingslager geübt
Den letzten Feinschliff für sein Mammut-Projekt holte er sich bei seinem dreiwöchigen Trainingslager in Stellenbosch in Südafrika. Die erste Woche stand dabei ganz im Zeichen der Akklimatisation, denn der Fahrradcomputer zeigte bei acht Stunden Training 51° Celsius an. „Ich fühlte mich wie in der Sauna“, lacht Strasser. Nicht nur wegen der warmen Temperaturen schlug er die Zelte in Südafrika auf, sondern auch wegen der internationalen Dichte, die im Winter dort trainiert. „Hier wurde ich die letzten Wochen richtig gefordert“, erzählt der 32-jährige Profisportler. Als kleine Motivationsspritze fuhr er die letzte Etappe beim Weltrekordprojekt zum Kap der guten Hoffnung. „Wenn ich dort nach 11.500 Kilometer angelangt bin, habe ich mir meinen Traum erfüllt“, so Strasser abschließend.
Michael Strasser
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