AMS: 2015 ein Jahr der positiven und negativen Rekorde

Eisenstadt, 18. 1. 2016 –

FPÖ Markus Wiesler

Die Arbeitslosigkeit im Burgenland ist auch im Jahr 2015 gestiegen. Grenzpendler, Migranten, Asylberechtigte und Flüchtlinge stellen den burgenländischen Arbeitsmarkt vor neue Herausforderungen.

Das Arbeitsmarktservice Burgenland hat heute die Arbeitsmarktdaten des vergangenen Jahres präsentiert. Die Arbeitslosigkeit im Burgenland ist weiter gestiegen. „Das Burgenland schneidet zwar im Bundesländervergleich bei den Beschäftigten besser ab,  aber das ist aber nur ein schwacher Trost.“, so der Arbeitsmarktsprecher Landtagsabgeordneter Markus Wiesler. Auch für das Jahr 2016 rechnet das AMS wieder Rekorde bei den Beschäftigten, jedoch auch bei der Arbeitslosenquote.

Seit 2012 sei das Burgenland auch mit einem stark steigenden Arbeitskräfteangebot konfrontiert. Gründe dafür lägen in Steigerungen bei Arbeitsmarktsegmenten wie Grenzpendlern, Migranten und Asylberechtigten. Das Burgenland verzeichnet im Jahr 2013 laut einer Studie der Statistik Austria mit 16,6% den höchsten Anteil an Einpendlern aus dem Ausland, gemessen an allen unselbstständig Beschäftigten im Land. Kein anderes Bundesland kommt bei der gleichen Berechnung auf mehr als 5%.

Arbeitsmarktsprecher LAbg. Markus Wiesler: „Das Burgenland kann 2015 zwar mehr Beschäftigte verzeichnen, aber leider auch mehr Arbeitslose. Grund dafür ist das Arbeitskräfteüberangebot, welches durch die Arbeitsmarktöffnung der EU überhaupt erst möglich gemacht wurde. Fast 1/5 aller Arbeitnehmer im Burgenland pendeln aus dem Ausland ein. Diese Zahl ist alarmierend.“

Wichtig sei hier auch der Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping, führt Wiesler weiter aus. „Leider schafft es der zuständige ÖVP-Finanzminister nicht, das dringend benötigte Personal zur Verfügung zu stellen. Einer möglichen negativen Angleichung des österreichischen Lohnniveaus an das benachbarte Ausland zum Nachteil insbesondere der Burgenländerinnen und Burgenländer ist mit aller Kraft entgegen zu treten. Lohndumping geht mittelfristig mit Preisdumping zum Schaden der heimischen Wirtschaft einher. Und das dürfen wir nicht zulassen.“, führt er weiters aus.

Eine qualitative Herausforderung seien künftig auch Flüchtlinge, so die Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland. „Da unsere Bundesregierung im Bereich der Asylpolitik unter Beweis stellt, dass sie rücktrittsreif ist, müssen wir auch hier damit rechnen, dass der burgenländische Arbeitsmarkt unter der miserablen Bundespolitik weiterhin leiden wird.“, LAbg. Markus Wiesler abschließend.

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