SPÖ Frauen Neujahrsempfang

Neutal, 15. 1. 2016 –

 

„Tu was, dann tut sich was!“ – Die SPÖ Frauen Burgenland luden unter diesem Motto zum jährlichen Neujahrsempfang

Zum bereits vierten Mal luden die SPÖ Frauen Burgenland rund um Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst ihre Funktionärinnen zum Neujahrsempfang nach Neutal ein. Neben den Funktionärinnen konnten Verena Dunst und ihre Bezirksfrauenvorsitzenden auch BMin Gabi Heinisch-Hosek, die EU-Abgeordnete Mag.a Evelyn Regner – zuständig für Frauenagenden in der EU – und nicht zuletzt Landeshauptmann Hans Niessl zum Jahresauftakt begrüßen.

Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst nützte die Begrüßungsrede, um eine kurze Rückschau auf das frauenpolitisch wichtige Jahr 2015 zu halten: die Steuerreform, Informationspflicht für Teilzeitbeschäftigte, der seit kurzem fixierte „Papamonat“ oder den Equal Pay Day. Aber auch aktuelle Themen griff Dunst in ihrer Rede auf und thematisiert die gehäuften sexuelle Übergriffe auf Frauen der letzten Wochen: „Ich habe es bereits mehrfach gesagt und betone es nochmals: Sexuelle Gewalt an Frauen darf nicht toleriert werden! Frauenrechte sind Menschenrechte, und deshalb muss sexuelle Gewalt an Frauen immer bestraft werden! Die SPÖ Frauen nehmen eine klare Position ein: Nicht die Frauen müssen ihr Verhalten ändern, vielmehr muss allen Männern – Inländern und Ausländern gleichermaßen – klar gemacht werden, dass sexuelle Übergriffe strafbar sind und ein absolutes No-Go darstellen. Und die gut gemeinten Ratschläge, wie nachts nicht alleine rauszugehen, sind wirklich entbehrlich!“
„Wir sind eine starke Gemeinschaft, eine starke Kraft, die nah an den Frauen dran ist und sie nicht alleine lässt. Heute geht es auch vor allem darum, allen Bezirksfrauenvorsitzenden, Funktionärinnen, Gemeinderätinnen, Neben-und Vorfeldorganisationen Dank zu sagen und deren Arbeit 365 Tage im Jahr für Frauen im Burgenland wertschätzend anerkannt werden soll! Aber auch meinen Regierungskollegen und Partnern im SPÖ Klub gebührt Dank für deren Unterstützung“, findet Landesfrauenvorsitzende Dunst klare Worte der Wertschätzung. Für Verena Dunst ist es wichtig, einmal im Jahr ganz bewusst zu resümieren, wie viel letztes Jahr geschehen ist, was sich alles tut und wo die SPÖ Frauen überall mit verschiedenen Themen präsent sind. Auch auf die bevorstehende Gemeinderatswahl 2017 ging Dunst ein: „Heuer liegt das Augenmerk auch darauf, mehr Frauen für politische Funktionen und Ämter zu begeistern. Bitte unterstützt uns dabei, geht raus, erzählt von euren Tätigkeiten und dass es sich lohnt, bei uns mitzuarbeiten – die Erfolge des vergangenen Jahres bestätigen euren Einsatz! Die Zahlen zeigen: Frauen wählen die SPÖ!“

Auch Hausherr Erich Trummer, Bürgermeister von Neutal, betont in seinen Grußworten die Wichtigkeit von Frauen in politischen Ämtern und Funktionen: Trummer berichtet über die Erfolgsgeschichte der erst 28jährigen SPÖ-Bürgermeisterin von Gmunden.

Landeshauptmann Hans Niessl hebt hervor, dass es in Zukunft auch weiterhin sehr wichtig ist, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bestmöglich zu gewährleisten. Um dies umzusetzen, braucht man im Burgenland weiterhin die höchsten Kinderbetreuungsquoten und noch mehr Ganztagesbetreuung an den Schulen. „Das Jahr 2016 ist im Burgenland das Jahr der Bildung. Das Burgenland ist heute ein Land der guten Bildung! Und damit verbunden ist auch der wirtschaftliche Aufstieg des Burgenlandes zu betrachten. Gut ausgebildete junge Menschen mit großer Perspektive sind DIE Voraussetzung für den wirtschaftlichen Aufstieg des Landes. Im Jahr 2015 hatten wir im Jahresdurchschnitt beinahe 100.000 Beschäftigte und im Sommer 105.000. 20.000 Jobs konnten wir in den letzten 15 Jahren im Burgenland schaffen“, führt Landeshauptmann Niessl aus. Vor allem die Frauen im Burgenland haben von dieser Entwicklung besonders profitiert.

Eindeutige Worte findet auch Frauenministerin Gabi Heinisch-Hosek zur sexuellen Gewalt an Frauen und spricht ihren Mitstreiterinnen ebenfalls Dank aus: „Wir SPÖ-Frauen sind hartnäckig und lassen nicht locker, bis wir unsere Ziele erreicht haben. Ein Beispiel dafür sind die sexuellen Übergriffe in Deutschland und auch hier in Österreich zu Jahresbeginn. Es ist keine Frage, dass es für ein derartiges Verhalten keine Toleranz geben darf. Wir SPÖ-Frauen sind es, die darauf gepocht haben dass es bei sexueller Belästigung strafrechtliche Konsequenzen geben muss. Die Widerstände waren groß! Aber wir SPÖ-Frauen haben uns durchgesetzt. Und darauf können wir alle wirklich stolz sein und darum möchte ich euch auch allen Danke sagen.“ Gabi Heinisch-Hosek zollt den SPÖ Frauen im Burgenland großen Respekt und Dank für ihren unermüdlichen Einsatz im vergangenen Jahr.

Mag.a Evelyn Regner, Abgeordnete zum Europäischen Parlament, appelliert an alle pro-europäischen Kräfte, sich für die Verteidigung der Rechte der Frauen starkzumachen, sich einzusetzen, dass Gleichstellungsfragen auch künftig europaweit weiterentwickelt werden. „Die Krisen, die Europa zu bewältigen hat, dürfen die Gleichstellung der Geschlechter nicht beeinträchtigen. Europa ist und war in Gleichstellungsfragen immer eine Vorreiterin. Das muss auch so bleiben, wir brauchen eine echte Strategie zur Gleichstellung der Geschlechter für die Zeit bis 2020, die dann auch in den Mitgliedstaaten mit Leben erfüllt werden muss“, so Regner in ihrem Statement.

Bereits zur Tradition geworden, nutzte Verena Dunst den Empfang, sich bei allen Bezirksfrauenvorsitzenden für die gemeinsame Arbeit zu bedanken und sie einzeln vor den Vorhang zu holen.

Ziel dieses Neujahrsempfangs ist es, einmal jährlich einen Fixpunkt zu bieten, bei dem sich Gemeindemandatarinnen und Funktionärinnen vernetzten und die Gelegenheit haben, sich in Ruhe bezirksübergreifend mit bereits erfahrenen Spitzenpolitikerinnen austauschen zu können.

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1.Reihe v.l.n.r.: BRin Inge Posch-Gruska, LRin Mag.a Astrid Eisenkopf, EU-Abg. Mag.a Evelyn Regner, BMin Gabi Heinisch-Hosek, LRin Verena Dunst, LH Hans Niessl
2. Reihe v.l.n.r. LAbg. Doris Prohaska, Bgm. Erich Trummer, LAbg. Klaudia Friedl, LAbg. Edith Sack, Mag.a Eva Weinek, Mag.a Sandra Gerdenitsch, LAbg.a.D. Gabi Titzer

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