Vorstandsklausur der Grünen Burgenland

Bad Tatzmannsdorf, 14. 1. 2016 –

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REGINA WILL’S WIEDER WISSEN

Im Jahr 2016 wollen die Grünen vor allem das Engagement der Menschen in den Gemeinden unterstützen. Landessprecherin Regina Petrik wird sich dazu auf eine Tour durch das Burgenland begeben und dem Motto „Regina will’s wissen“ folgend wieder ein Praktikum in einem Betrieb absolvieren.

10 Monate lang hat Landessprecherin Regina Petrik im Jahr 2014 insgesamt in 10 verschiedenen Jobs gearbeitet. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dieser „Jobtour“ sind vielfältig und fließen in jetzt in ihre Arbeit im Landtag ein: Sie weiß, wie es Menschen im Niedriglohnsegment geht, sie hat erfahren, vor welchen Hürden Klein- und KleinstunternehmerInnen stehen, sie kann die Probleme im Bildungs- und Pflegebereich nachvollziehen. Und: Sie hat erfahren, wie enttäuscht viele Menschen im Land von überheblichen PolitikerInnen sind: „In meinen 10 Monaten quer durch die Arbeitswelt hackeln und quer durchs Land jobben, habe ich immer wieder gehört, dass die Politik von vielen als abgehoben erlebt wird. Politiker und Politikerinnen, die in einem knappen Gespräch in der Begleitung von Medienleuten kurzzeitig Interesse zur Schau stellen, gehen den Menschen auf die Nerven. Sie wollen ehrliche Aufmerksamkeit und echtes Verständnis für ihre Probleme und nicht Motiv für ein Pressefoto sein. Die Menschen wollen Anerkennung für das, was sie leisten und nicht als untertänige Bittsteller behandelt werden, wenn sie mal was brauchen.“.“

Für heuer hat sich Regina Petrik wieder eine neue Station vorgenommen, diesmal in einem technischen Betrieb. „Als nächstes will ich mir die Ausbildung von Facharbeitern und -arbeiterinnen anschauen und erleben, wie es einem Mittelunternehmen damit geht.

REGINA WILL’S WISSEN – VON DEN MENSCHEN VOR ORT

Der Grünen Grundhaltung folgend, die Anliegen und Sorgen der Menschen vor Ort zu hören, wird sich die Landessprecherin im kommenden Jahr auch verstärkt mit den Herausforderungen der Flüchtlingsunterbringung in den Gemeinden beschäftigen. Schon ab März wird Sie in jene Orte des Landes gehen, in denen Flüchtlinge untergebracht sind, um die örtliche Bevölkerung nach ihren Erfahrungen zu fragen und bei Problemen gemeinsam nach Lösungen zu suchen. „Um als Politikerin auf die Sorgen und Nöte der Menschen eingehen zu können, möchte ich diese auch persönlich anhören und mich ihnen vor Ort widmen“, betont Petrik vor ihrer nächsten „Regina will’s wissen“-Tour.

Insgesamt wird das Thema Asyl im kommenden Jahr einen breiten Raum in der inhaltlichen Arbeit der Grünen im Burgenland einnehmen. Bereits erschienen ist eine Infobroschüre mit häufig gestellten Fragen zum Thema AslywerberInnen. Geplant sind auch gezielte Veranstaltungen mit ExpertInnen aus dem Bereich:

  • ASYL- UND FREMDENRECHT und die AKTUELLE PRAXIS IM BURGENLAND  – Informationsabend mit Wolfgang Weeber, Rechtsberater
    4. Februar 2016, 19 Uhr, Eisenstadt, Dompfarrzentrum/Begegnungssaal. Pfarrgasse 32
  • STADTGESPRÄCHE: „Flüchtlinge zwischen Syrien und Eisenstadt – Was können Politik, Zivilgesellschaft und Einzelpersonen zur Problemlösung beitragen? – mit Michel Reimon, Abgeordneter zum Europäischen Parlament und Syrien-Experte und Regina Petrik
    18. Februar 2016, 19 Uhr, Eisenstadt, Stefans Bistro, Betriebsstraße 1 (hinter Lidl)
  • „Flucht und Asyl“ – Tagesseminar der Grünen Bildungswerkstatt mit Regina Petrik und Wolfgang Weeber am 5. März 2016, 10.30 Uhr – 18.30 Uhr, Neudörfl, Bors Villa

WACHSTUM GESTALTEN UND FOKUS GEWINNEN

Die Grünen wollen – im Hinblick auf die Gemeinderatswahl 2017 – in diesem Jahr ihre Gemeindegruppen stärken und das grüne Engagement in den Gemeinden ausweiten und seitens der Landesorganisation fördern. Landesgeschäftsführerin Anita Malli: „Es wird darum gehen, auch in den Gemeinden verstärkt auf die Straßen zu gehen und mit den GemeindebürgerInnen in Kontakt zu treten und ihre Anregungen in die politische Arbeit einzubauen. Das heißt: mehr Aktionen vor Ort.“

Eines der Ziele für 2017 wird sein, in allen sieben Bezirken in Gemeinderäten vertreten zu sein. Derzeit gibt es – bis auf Güssing – in allen Bezirken GemeinderätInnen, spätestens 2017 soll auch Güssing endlich grün sein.

Als Richtschnur in welchen Gemeinden die Grünen Potenzial hätten gelten die Wahlergebnisse der letzten Wahlen. „Bei der Landtagswahl haben sich einige Gemeinden als überdurchschnittlich grün-freundlich herausgestellt. Wir gehen daher davon aus, dass wir dort Menschen finden werden, die sich mit uns für eine Grüne Politik in den Gemeinden stark machen wollen“, so Malli. Ins Auge gefasst haben die Grünen neben Güssing konkret auch Litzelsdorf, Pinkafeld, Pöttelsdorf, Purbach und Gols. Aber auch in vielen weiteren Gemeinden steckt noch Potential, das die Grünen in den kommenden Monaten nützen wollen.

SEMINAR FÜR (KÜNFTIGE) GEMEINDEPOLITIKERiNNEN

Im Herbst bieten die Grünen ein Einführungsseminar für alle an, die sich für grüne Gemeindepolitik interessieren. Es soll auch eine Entscheidungshilfe für eine mögliche Kandidatur sein. Behandelt werden dabei Gemeindeordnung und Gemeindefinanzen ebenso wie die Möglichkeiten, grüne Projekte in Gemeinden umzusetzen.

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