LBL gegen Energie Burgenland

Eisenstadt, 14. 1. 2016 –

004

Bündnis Liste Burgenland/Kölly/Hutter/Pregl: Energie Burgenland zieht den Menschen und Gemeinden das Geld aus der Tasche

„Auf der einen Seite ist es erfreulich, dass nach jahrelangen Forderungen des Bündnis Liste Burgenland die Energietarife für Gemeinden ab April 2016 gesenkt werden, auf der einen Seite sind jedoch die Strom- und Gaspreise der Energie Burgenland noch immer viel zu hoch“, betont Bündnis Liste Burgenland LAbg. Manfred Kölly. Und weiter: „Es gibt Anbieter, bei denen der Strompreis um bis zu 40% günstiger ist und das bei einer Bindungsfrist von einem Jahr.“ So beträgt der Arbeitspreis für eine kWh Strom bei der Energie Burgenland für Gemeinden beispielsweise 5,22 cent/kWh und bei anderen Anbietern 3,5 cent/kWh. „Wechselt eine Gemeinde den Stromanbieter kann die Gemeinde ordentlich sparen. Wir reden hier von einer Kostenersparnis für eine Gemeinde, natürlich abhängig vom Stromverbrauch, in der Höhe von bis zu 50.000,– Euro pro Jahr“, rechnet Kölly vor.

Die Stadtgemeinde Mattersburg würde sich zum Beispiel pro Jahr an die 50.000,– Euro an Stromkosten sparen. Das geht aus der schriftlichen Anfragebeantwortung der Stadtgemeinde Mattersburg zur schriftlichen Anfrage von Liste Zukunft Mattersburg GR Peter Pregl hervor. „Es ist unverantwortlich einen Energievertrag zu solchen Konditionen und Preisen abzuschließen. Eine Gemeinde hat sich nach den Grundsätzen der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit zu orientieren“, so GR Peter Pregl, der sich vorstellen kann, die dadurch eingesparten Mittel in die Schaffung von Lehrplätzen in der Stadtgemeinde Mattersburg zu investieren.

Kritik übt der Obmann des unabhängigen Gemeindevertreterforums LAbg. Gerhard an der Vorgehensweise bei der Gestaltung der Tarifmodelle. „Ich finde es nicht in Ordnung, wenn hinter verschlossenen Türen verhandelt wird. Und das nur mit Gemeindevertretern von SPÖ und ÖVP. Es gibt auch andere Gemeindevertreter außer Rot-Schwarz.“

Hutter sieht nicht nur die Wirtschaft und die Gemeinden, sondern vor allem auch Privathaushalte als Zielgruppe für einen reduzierten Strompreis. „Die Energie Burgenland sollte ihren Kunden, das gleiche Angebot legen, wie das andere Stromanbieter offensichtlich können. Dem Steuerzahler gegenüber wäre es mehr als fair, für eine transparente Tarifgestaltung zu sorgen. Schließlich sei ja auch die Energie Burgenland mehrheitlich im Besitz der Öffentlichen Hand. Der Strompreis muss für die Burgenländerinnen und Burgenländer fair und leistbar sein!“

Share Button

Schreibe einen Kommentar