Bgld. Sozialbericht 2013/2014

Eisenstadt, 13. 1. 2016 –

Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos präsentierte heute den sechsten Sozialbericht 2013/2014 des Landes Burgenland. Auf knapp 200 Seiten werden darin alle landesgesetzlich geregelten Bereiche des Sozialwesens behandelt und Inhalt, Ausmaß, Inanspruchnahme und Kosten der vielfältigen Sozialleistungen ausführlich dargestellt.

Der sechste burgenländische Sozialbericht stellt die verschiedenen Bereiche der Sozialpolitik des Landes in qualitativer und quantitativer Hinsicht vor und liefert den Leistungsnachweis, wofür über 180 Mio. Euro im Sozialbereich aus öffentlichen Mitteln aufgewendet worden sind. „Die Sozialpolitik des Burgenlandes ist darauf ausgerichtet die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass alle Burgenländerinnen und Burgenländer Unterstützung, Begleitung, Betreuung und Pflege erhalten, wenn sie diese benötigen“, sagt Soziallandesrat Norbert Darabos.

Ausbau der Altenwohn- und Pflegeheime

Die Zahl der älteren Generation steigt ständig, viele davon brauchen Betreuung und Pflege. Ende März 2015 standen in 44 Pflegeheimen 2.142 Plätze zur Verfügung. „Das Burgenland hat durch eine engagierte Sozialpolitik den Auf- und Ausbau des Leistungs- und Betreuungsangebotes für pflegebedürftige Personen massiv forciert.
Die Schaffung eines flächendeckenden und ganzheitlichen Systems von Pflege- und Betreuungsdiensten, das höchsten Qualitätsstandards entspricht und das es hilfsbedürftigen Menschen ermöglicht, in Fällen von Krankheit oder Pflegebedürftigkeit möglichst in der gewohnten Umgebung Pflege und Betreuung zu finden steht an oberster Stelle“, so Darabos.

Betreutes Wohnen Plus wird immer gefragter
Im Jahr 2013 startete das Land Burgenland mit dem Pilotprojekt „Betreutes Wohnen Plus“ ein innovatives und alternatives Wohnmodell für Menschen mit geringerem Betreuungsbedarf. Mittlerweile werden an 9 Standorten fast 200 Personen betreut. Ende 2014 wurden 112 Personen in betreutem Wohnen gefördert; für das Leistungsjahr 2014 wurden dafür 116.312,00 Euro aufgewendet.

Arbeitnehmerförderung ist wichtiger Impuls für den Arbeitsmarkt
Die Arbeitnehmerförderung ist ein wichtiges Standbein der Arbeitsmarktpolitik des Landes. Fahrtkostenzuschüsse für PendlerInnen, die nicht an ihrem Wohnort arbeiten können, sind ebenso fixer Bestandteil dieser Politik wie die Unterstützung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei der Weiterbildung. Ein weiterer Förderschwerpunkt liegt bei Lehrlingen aus einkommensschwachen Familien, um hier die Chancengleichheit zu erhöhen. Insgesamt wurden für das Jahr 2014 knapp 2,8 Mio. Euro an Arbeitnehmerförderung ausgezahlt.
„Diese Förderungen sind ein wichtiger Impuls für den Arbeitsmarkt im Burgenland, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und für die burgenländischen Lehrlinge“, so Soziallandesrat Norbert Darabos.

Der Sozialbericht für den Berichtszeitraum 2013/2014 steht auf der Homepage des Landes Burgenland zum Download zu Verfügung.

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Ein Gedanke zu “Bgld. Sozialbericht 2013/2014

  1. Die Reaktion der ÖVP kam prompt:

    Sagartz: Untätiger Darabos gefährdet Sozialbereich
    „Der Sozialbericht der vergangenen Jahre 2013 und 2014 taugt aufgrund der globalen Entwicklung für Prognosen wenig. Darabos soll lieber in Sachen ‚Zukunft der Mindestsicherung‘ seine konkreten Pläne auf den Tisch legen – sofern er welche hat“, so ÖVP-Klubobmann Christian Sagartz zu den heutigen Aussagen von SPÖ-Landesrat Darabos.
    Das System Mindestsicherung sei in seiner jetzigen Form massiv gefährdet. Für so viele neue Schutzsuchende – immerhin haben im Vorjahr so viele Personen wie noch nie zuvor in Österreich um Asyl angesucht – braucht es neue Antworten. Die Volkspartei wird in diesem Bereich auch mit einer Landtagsinitiative aktiv werden.
    „Das Abfeiern vergangener Leistungen ist zu wenig“, betont Christian Sagartz in Richtung Darabos. „Der gescheiterte Verteidigungsminister braucht weder auf seine Bundeskarriere zurückblicken, noch auf die Leistungen seines vertriebenen Vorgängers, sondern sollte lieber Taten für die Zukunft setzen.“

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