Hochsaison im heimischen Forst

Eisenstadt, 8. 1. 2016 –

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Winterzeit ist Waldarbeitszeit

30 Unfälle jährlich in Burgenlands Wäldern bei Forstarbeiten, teilweise mit schweren Folgen und tödlichem Ausgang.

Bedingt durch das ideale Wetter für Forstarbeiten hört man dieser Tage wieder verstärkt Motorsägen in den heimischen Wäldern aufheulen.

Viele Kleinwaldbesitzer und Urbarialisten nutzen die Zeit zwischen den Feiertagen Anfang des Jahres um ihre Waldflächen zu bearbeiten und anstehende Durchforstungsarbeiten zu erledigen.

Diese Fällarbeiten sind aber nicht ungefährlich. Vorsicht und die richtige Ausrüstung sind geboten!

Alljährlich ereignen sich bei Motorsäge- und Holzerntearbeiten zahlreiche Unfälle, oft mit tödlichen Folgen. Die meisten Todesopfer sind Personen ohne forstliche Berufsausbildung, die in ihrer Freizeit oder als Landwirte im Nebenerwerb im Wald arbeiten. Mit ihrer Aufklärungskampagne „Ab in den Wald“ will Agrarlandesrätin Dunst diese Personen für die potenziellen Gefahren bei Motorsäge- und Holzerntearbeiten sensibilisieren und zum Besuch spezifischer Kurse motivieren.

Immer wieder schwere bis tödliche Verletzungen bei Hobbyholzfällern

„Vor allem Personen, die im Umgang mit der Motorsäge ungeübt sind, unterschätzen diese gefahrvolle Arbeit im Wald. Oft sind fehlende Schutzausrüstung, fehlende Praxis und unbedachte Arbeitstechniken Grund von schweren bis tödlichen Verletzungen bei den Hobbyholzfällern. Dabei könnten viele dieser Unfälle vermieden werden. Das Anlegen einer kompletten Schutzausrüstung ist nur ein Punkt der unabdingbar vor dem Start einer Motorsäge zu beachten ist. In Kombination mit einer Ausbildung in Fäll- und Schneidetechnik verringert man das Unfallrisiko ganz wesentlich und ist bestens gerüstet für die Arbeit im Forst. Solche Kurse bieten unter anderem auch die Sozialversicherungsanstalt der Bauern, die Landwirtschaftskammer sowie Österreichs Forstliche Ausbildungsstätten an.“, klärt Landesrätin Dunst auf, denn sie weiß, dass Personen ohne entsprechende Ausbildung viermal häufiger tödlich verunfallen. Hauptursachen der Unfälle im Wald sind: Unkenntnis, mangelnde Erfahrung, nicht erkannte oder falsch eingeschätzte Gefahren und unzureichende Arbeitsmittel und Schutzausrüstung.

Appell an Eigenverantwortung

„Die Unfallzahlen belegen deutlich: Bei Motorsäge- und Holzerntearbeiten genügt es nicht, sich auf seinen Schutzengel zu verlassen. Vielmehr liegt es in der Verantwortung jedes Einzelnen, sich die nötigen Fachkenntnisse anzueignen und so das Unfallrisiko für sich und andere zu verringern. Dafür möchte ich mit meiner Kampagne „Ab in den Wald“ aufrufen.“, so LRin Dunst, die mit ihrem Aufruf private Waldbesitzer, Landwirte und Freizeitholzer, die ohne forstliche Ausbildung Motorsäge-, und Holzerntearbeiten ausführen, für potenzielle Gefahren im Wald sensibilisieren möchte. „Ich appelliert an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen und möchte zum Besuch spezifischer Ausbildungsmöglichkeiten hinweisen.“, so Dunst. Laut AUVA gibt es jährlich mehr als 30 schwere Unfälle bei forstlichen Arbeiten im Wald.

Jetzt ans Frühjahr denken

„Wir hatten im Jahr 2015 ein extremes Borkenkäferjahr, das darf man nicht vergessen. Viele Borkenkäfer werden im Boden und unter der Rinde überwintern und im Frühjahr wieder frische Bäume befallen. Nur sorgfältige Kontrolle und möglichst rasche Aufarbeitung können eine Entwicklung eindämmen. Bitte nutzen Sie die Beratungsmöglichkeiten der Fachleute in den Bezirksbauernkammern und Bezirksforstinspektionen! Ich selbst werde rechtzeitig vor Beginn der Flugzeit der Borkenkäfer in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Informationsveranstaltungen zur Erkennung von Käferbäumen, dem richtigen Umgang mit Schadholz und der Sicherheit im Wald veranstalten.“, so Dunst abschließend.

 

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