Tourismus Reformjahr 2015

Frauenkirchen, 7. 1. 2016 –

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Bilanz und Ausblick

Leuchtturmprojekte als Beschäftigungsmotor

Die Tourismus-Bilanz des Landes Burgenland fällt überaus positiv aus: „Besonders herausragend ist der Rekordumsatz von über einer Milliarde Euro“, betont Burgenlands Erster Landtagspräsident Christian Illedits. Zusätzlich konnten im ganzen Land und insbesondere in der Region Neusiedler See durch Leuchtturmprojekte wie die erfolgreiche Erweiterung der St. Martins Therme & Lodge starke Leistungen im Bereich der burgenländischen Wertschöpfung erzielt werden.

Das vergangene Jahr 2015 war für den burgenländischen Tourismus ein besonders dynamisches. Das neue Tourismusgesetz hat eine Neuorganisation der Tourismusverbände und eine Verschlankung der Strukturen mit sich gebracht und stellte somit die Weichen für eine noch effizientere Tourismuswirtschaft. Neben der Novellierung des Gesetzes, die rasch moderne Rahmenbedingungen schaffen soll, liegen bereits Daten und Prognosen vor, die eine erste Bilanz erlauben. War das Jahr 2014 das Jahr des Gästerekordes – 960.686 besuchten das Land –, so geht 2015 als umsatzstärkstes Jahr in die Geschichte des heimischen Tourismus ein. Die Prognose lautet: erstmals 1,04 Milliarden Euro Umsatz und eine Wertschöpfung von 740 Millionen Euro. Im Vergleich mit dem Jahr 2000 bedeutet dies nahezu eine Verdoppelung der tourismusinduzierten Erlöse. Zudem sicherte die Branche 2015 mehr als 14.000 Arbeitsplätze im Burgenland. 5.500 gehen auf EU-Förderungen zurück. „Gelder die aus dem Tourismus generiert werden, sollen diesem auch wieder zugutekommen“, fasst Illedits den Grundgedanken der Neuerungen zusammen und zeigt sich erfreut über die Entwicklung.

>> Tourismus als Zukunftsbranche für junge Menschen

Als ein dem Land inhärentes Gut, ist der Tourismus ein beständiger Zukunftsmarkt. Die Ausbildung junger Menschen in der Branche wird daher weiter forciert und stößt auf erfreuliches Interesse. 377 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit die beiden Tourismusschulen des Landes in Neusiedl am See und Oberwart. An der Landesberufsschule in Eisenstadt werden überdies 173 Lehrlinge zu Restaurant- und Gastronomiefachleuten sowie zum Koch bzw. zur Köchin ausgebildet. Die burgenländischen Thermen und Thermenhotels beschäftigen insgesamt 191 Lehrlinge.

>> Leuchtturmprojekte sorgen für Wachstum

„Die starke Zugkraft des Burgenlands als Tourismus-Destination verdanken wir mitunter den Leuchtturmprojekten im Land. Hier ist die St. Martins Therme & Lodge zu nennen, die in diesem Jahr beweisen konnte, dass sich nachhaltige Investitionen in den Tourismusstandort und in die Infrastruktur im Burgenland auszahlen“, so Illedits.
Die Erweiterung der St. Martins Therme & Lodge am Rande des Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel wurde vor etwas mehr als einem Jahr feierlich eröffnet – das Konzept, ein touristisches Ganzjahresangebot als Leitbetrieb und Wirtschaftsmotor für die Region zu forcieren, ist seitdem aufgegangen: „Noch mehr Rückzug, noch mehr Entdeckungen, noch mehr Erholung und noch mehr Naturerlebnisse. Das wurde durch die Erweiterung der St. Martins Therme & Lodge vor den Toren des Nationalparks Neusiedler See Seewinkel ermöglicht.“ So bringt Klaus Hofmann, Geschäftsführer der St. Martins Therme & Lodge das vor einem Jahr eröffnete erweiterte Angebot auf den Punkt.
Mit nun ganzjährig ca. 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die St. Martins Therme & Lodge auch ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. 20 Lehrlinge werden im Betrieb ausgebildet. Zusätzlich ist die St. Martins Therme & Lodge federführend im StarClub, einem Zusammenschluss aus einigen der besten Anbieter der Region Neusiedler See. Unter dem Motto „Wir empfehlen nur die Besten“ haben sich unter der Führung der St. Martins Therme & Lodge 45 Winzer, regionale Lebensmittelproduzenten, Gastronomiebetriebe, Kultur- und Freizeitanbieter sowie Beherbergungsbetriebe zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Spitzenleistungen anzubieten und den Gästen einen unvergesslichen Urlaub zu bieten.
„Derartige Projekte und Initiativen zeigen, wie eine starke Idee, die auch professionell und punktgenau umgesetzt wird, eine ganze Region tragen und unterstützen kann. Für das kommende Jahr gilt es daher, diesen Weg weiter fortzusetzen – dies bringt langfristig Stabilität und Arbeitsplätze“, so Illedits.

 

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Ein Gedanke zu “Tourismus Reformjahr 2015

  1. Die Reaktion der ÖVP, die bisher für Tourismus zuständig war, sieht selbstverständlich ganz anders aus:

    Steiner: Rot-Blaue Proporzpolitik geht ins zweite Jahr

    „Die Bilanz ist erschütternd und der Ausblick bedenklich“, hält ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner zu den heutigen SPÖ-Aussagen zum Tourismus fest. „Da kann Landtagspräsident Illedits noch so viele unglaubwürdige und treuherzige Beteuerungen abgeben – mit dem neuen Tourismusgesetz hat die rot-blaue Proporzpolitik Einzug gehalten und den Gemeinde- und Wirtschaftsvertretern alle Kontroll- und Mitbestimmungsmöglichkeiten genommen.“
    „Rot-Blau schädigt den burgenländischen Tourismus nachhaltig und schwächt unsere Gemeinden! Das Bilden von Tourismusverbänden auf örtlicher und regionaler Ebene wird weiter erschwert, damit sich Nießl Geld und Macht sichert.“ Thomas Steiner daher abschließend: „Mit diesem von Rot-Blau durchgepeitschten Tourismusgesetz hat sich die SPÖ alle Zugriffsrechte auf den burgenländischen Tourismus einverleibt. Dieser Ausblick – Schwächung von Wirtschaft und Gemeinden – kann daher von der SPÖ nur sehr unglaubwürdig schöngeredet werden.“

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