Bruckneudorf: Massenlager abgewendet!

Bruckneudorf, 16. 12. 2015 –

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Massenlager abgewendet! Gemeinde hilft befristet mit neuem Quartier!

Bgm. Dreiszker: Statt angedrohten 450 Flüchtlingen werden zusätzliche 50 befristet bis Juni 2016 untergebracht.

Seit zweieinhalb Wochen wurde in Bruckneudorf insgesamt sechs Mal gegen den Plan des Innenministeriums, am TÜPL Bruckneudorf ein Asyl-Massenlager zu errichten, demonstriert. Jetzt gibt es eine Einigung der Gemeinde mit Füchtlingskoordinator Christian Konrad, erklärt Bürgermeister Gerhard Dreiszker (SPÖ): „In der Kaserne Bruckneudorf wird es keine Asyl-Quartiere geben. Wir haben aber immer betont, dass wir helfen wollen. Daher wird die Gemeinde Bruckneudorf in dieser Ausnahmesituation dem Bund entgegenkommen und befristet bis Juni 2016 zusätzliche 50 Asylwerber unterbringen. Die Obergrenze der Asylwerber, die insgesamt in Bruckneudorf zeitgleich untergebracht werden, soll in diesem Zeitraum bei 100 liegen. Ein Massenlager konnten wir damit gemeinsam verhindern!“ Das sei ein gemeinsamer Erfolg all jener, die Druck gegen das Massenlager gemacht oder im Hintergrund verhandelt haben. „Ich danke insbesondere Brucks Bürgermeister Richard Hemmer und Flüchtlingskoordinator Christian Konrad für die konstruktiven Gespräche, sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den Demos und der burgenländischen Landesregierung, namentlich Landeshauptmann Hans Niessl und Soziallandesrat Norbert Darabos, die sich gemeinsam mit uns gegen dieses Massenlager eingesetzt haben!“, so Dreiszker.

Der „neue“ Standort für zusätzliche 50 Asylwerber ist jener „alte“ Standort neben dem Bauhof, den die Gemeinde schon vor Monaten angeboten hat. Dort hat es schon im Oktober eine Begehung u.a. mit Vertretern von Innen- und Verteidigungsministerium gegeben. „Die ganze Aufregung hätte man sich ersparen können, hätte das ÖVP-Innenministerium dieses Projekt nicht durch Hinhaltetaktik scheitern lassen, um das Durchgriffsrecht zu ermöglichen!“, meint der SPÖ-Bürgermeister rückblickend. Die Gemeinde hält sich die Option offen, dieses Grundstück, das derzeit im Eigentum des Heeres ist, zu kaufen. Danach sollen dort Wohncontainer aufgestellt werden.

Anschließend sollen dort zusätzliche 50 Asylwerber untergebracht werden, sagt Dreiszker: „Bruckneudorf übererfüllt schon jetzt die Quote. Daher ist das ein freiwilliges und vor allem befristetes Entgegenkommen der Gemeinde!“, stellt Dreiszker klar. Die Befristung bis Juni 2016 wird vertraglich festgelegt. Danach werde die Zahl der untergebrachten Asylwerber in Bruckneudorf in etwa auf den Gemeinderichtwert von 1,5 % reduziert, stellt der Bürgermeister klar: „Integration ist nur in kleinen Einheiten möglich, solange die Bevölkerung nicht überfordert wird. Wir als Gemeinde werden ein halbes Jahr einen außergewöhnlichen Anteil leisten. Danach muss aber auch wieder Normalität einkehren!“

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