Steuerzahler bleibt auf Kosten sitzen

Mattersburg, 13. 12. 2015 –

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Der Kreisverkehr beim Mattersburger Einkaufszentrum Arena wird im kommenden Jahr zurückgebaut und gegen mehrere Ampel-Anlagen ausgetauscht. Die Gesamtkosten von rund 1,8 Millionen Euro teilen sich Land Burgenland, Asfinag und Arena-Betreiber – damit zahlen die Steuerzahler rund zwei Drittel jener Kosten, die von dem Einkaufszentrum verursacht werden. „Mit der jetzt präsentierten Lösung bleibt der Steuerzahler auf den Kosten des Umbaus sitzen“, erklären Melanie Eckhardt, die Bezirksobfrau des Wirtschaftsbundes, und Vbgm. Michael Ulrich, Stadtparteiobmann der ÖVP Mattersburg-Walbersdorf.

Zur Vorgeschichte: Die Arena-Betreiber hätten bereits vor sechs Jahren bei der Eröffnung des zweiten Arena-Komplexes – der auf der anderen Seite des Autobahn-Zubringers liegt – eine entsprechende Lösung umsetzen sollen. Die Auflage von Seiten der Landesregierung für die Inbetriebnahme war eine Unterführung zwischen den beiden Abschnitten. Nach Jahren der Untätigkeit, mehreren Unfällen und zahlreichen gefährlichen Situationen durch querende Fußgänger wird nun der Steuerzahler zur Kassa gebeten.

„Es ist sehr erstaunlich, dass weder eine Über- oder Unterführung für die Fußgänger realisiert wurde. Ein wenig drängt sich das Gefühl auf: Die kleinen Unternehmer müssen jede behördliche Vorgabe punktgenau umsetzen, die Großen können es sich richten“, hält Melanie Eckhardt fest. Für Michael Ulrich ist weiterhin offen, ob die Ampel-Lösung tatsächlich die sinnvollste Lösung ist: „Die verschiedenen Varianten durften weder vom Stadtrat noch vom Gemeinderat eingesehen werden. Somit kann derzeit leider nicht geprüft werden, ob das Steuergeld auch sinnvoll eingesetzt wird.“

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