Internationaler Tag des Honigs

11. 12. 2015

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Landwirtschaft und Bienenschutz – kein Widerspruch

„Die Bienenhaltung ist einer der ältesten landwirtschaftlichen Produktionszweige überhaupt und mit einer Produktionsmenge von ca. 225.000 kg echten Burgenländischen Bienenhonig auch kein unwesentlicher Bereich unserer Landwirtschaft!“, so Agrarlandesrätin Verena Dunst anlässlich des Internationalen Tag des Honigs.

Abgesehen davon ist die Biene ein wichtiger Bioindikator, sie hat vielfältige Aufgaben in der Umwelt. Die Bestäuberfunktion für eine Fülle von Kulturpflanzen und die Imkerei selbst
machen die Bienen aber auch zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Dabei gibt es eine Fülle von übereinstimmenden Positionen, denn Landwirtschaft und Imkerei haben viele Synergien, die wir zum Wohle beider Sektoren gezielt heben wollen. Darüber hinaus sind Erwerbsimker selbst auch Landwirte!

Die überragende Ökosystemleistung von Honigbienen ist die Bestäubung von Wildpflanzen,
aber auch vieler landwirtschaftlichen Kulturpflanzen. Sie ist unverzichtbar und kann durch nichts ersetzt werden.

„Die Bienenhaltung ist einer der ältesten landwirtschaftlichen Produktionszweige überhaupt und mir einer Produktionsmenge von ca. 225.000 kg echten Burgenländischen Bienenhonig auch kein unwesentlicher Bereich in der Landwirtschaft! Derzeit gibt es im Burgenland hauptberufliche Imker, die 5.043 Bienenvölker mit ca. 30-45 kg Honig pro Volk betreiben. Die Vermarktung erfolgt zu 20% im Burgenland, 60% in Österreich und die restlichen 20% gehen ins Ausland – so viel Honig könnten wir gar nicht essen“, so LRin Verena Dunst, die auch von der gesundheitsfördernden Wirkung des Honigs überzeugt ist.

Honig – goldener Saft, der Wunder schafft

Wir lieben den Honig wegen seines guten Geschmacks und weil er bei Erkältungen wirkt. In den vergangenen Jahren untersuchten Wissenschaftler die medizinische Wirksamkeit des Honigs und kamen zu erstaunlichen Ergebnissen: Honig hilft ganz besonders gut bei der Wundheilung und wirkt gegen Entzündungen.

Rund 60 Arten von Bakterien können mit Honig besiegt werden, damit wirkt Honig wahre Wunder bei Erkältungen, Halsentzündungen und Heiserkeit.

Honig bei Erkältungen und Magen-Darm-Beschwerden

Milch mit Honig, besser noch Tee mit Honig, ist ein altes und bewährtes Hausmittel bei Halsschmerzen. Etwa 180 Begleitstoffe enthält der Bienennektar nach Angaben der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA). Zu den wichtigsten gehören so genannte Inhibine, das sind Hemmstoffe wie Flavonoide. Als wichtigste Spurenstoffe gelten die beiden Flavonoide Pinocembrin, ein hitzestabiles Antibiotikum, und Kaffeesäure – es hemmt Entzündungen. Deshalb wirkt heiße Milch mit Honig meist erleichternd, wenn der Hals schmerzt. Andere Flavonoide im Honig helfen gegen Viren und werden heute auch als Mittel gegen Krebs erprobt.

Acetylcholin, ein anderer wichtiger Stoff, ist eine Stickstoffverbindung, die sich günstig auf die Herztätigkeit auswirkt. Sie vermindert die Herzschlagzahl, erweitert verengte Herzkranzgefäße und hat daher eine blutdrucksenkende und herzschützende Wirkung.

Wichtiger Honig-Hinweis

Doch Tee oder Milch dürfen nicht zu heiß sein, denn ab 40 Grad verliert der Honig seine heilenden Eigenschaften. Daher sollten Sie die Milch oder den Tee abkühlen lassen, bevor Sie den Honig hinzugeben. Auch können Sie den Honig separat zur Milch oder zum Tee einnehmen.

Bildtext: Haupterwerbs-Imker überbringen einen süßen Honig Gruß an LRin Dunst anlässlich des Interantionalen Tag des Honigs.

vlnr: Obmann d. Imkerverbandes Mario Vogl, Imker Simon Tötschinger, LRin Verena Dunst, Imker Franz Nitzky

 

 

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