Frechheit

10. 12. 2015

2014-06-13-Michael Ulrich

 

„Es ist eine Frechheit, wie das Land mit Gesprächspartnern umgeht“

Der Streit zwischen der Bürgerplattform und SPÖ-Landesrat Bieler geht weiter. Erneut geht es um das Anliegen der mehr als 2.000 Personen, die für eine Sanierung des Kulturzentrums Mattersburg unter der Bedingung unterzeichnet haben, dass die Architektur des Gebäudes erhalten bleibt. „Ich verstehe den Unmut der Plattform und aller Mattersburger, die sich eine rasche Sanierung des Kulturzentrums wünschen. Die Architektur des Gebäudes ist von hoher kultureller Bedeutung, darauf muss das Land Burgenland achten!“, erklärt Vbgm. Michael Ulrich.

Es sei jedenfalls „eine Frechheit, wie das Land Burgenland mit Gesprächspartner, den ehemaligen Mietern und den Anliegen der Bürgerplattform umgeht“, so Ulrich. „Auch als Oppositionspartei erhalten wir keinerlei Information über den Planungsfortschritt.“ Der ÖVP-Vizebürgermeister hat daher an die Bürgerplattform appelliert, den ihnen zustehenden Platz in der Jury wahrzunehmen. „Nachdem ich weder als Vizebürgermeister von der Stadtgemeinde noch über offizielle Stellen des Landes Burgenland Informationen erhalte, habe ich die Vertreter der Bürgerplattform gebeten an diesen Jury-Terminen teilzunehmen. So könnte die Öffentlichkeit zumindest einige Informationen erhalten.“

Leider scheint die SPÖ an einer gemeinsamen Lösung aller Partner nicht sonderlich interessiert zu sein. Zur Vorgeschichte: Im Vorjahr haben SPÖ-Landesrat Bieler und SPÖ-Bürgermeisterin Salamon den Abriss des Kulturzentrums Mattersburg präsentiert. Erst nach Protesten von engagierten Bürgern, einer Bürgerplattform, den KUZ-Mietern und allen anderen politischen Parteien hat die SPÖ zurückgezogen und einer Generalsanierung mit Architektenwettbewerb zugestimmt.

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